Gesund Essen ist „ansteckend“! 

So funktioniert betriebliches Gesundheitsmanagement auch in Kantinen – was unsere Menüauswahl bestimmt 

Eine Studie des Massachusetts General Hospital, Mongan Institute Health Policy Research Center sowie der Harvard Medical School hat herausgefunden, dass die eigene Auswahl der Mahlzeiten auch durch jene der Kolleg*innen mitbestimmt wird. Demnach wähle ich eher eine gesunde Mahlzeit, wenn meine Kollegin dies bereits getan hat. Dieser Effekt zeigt sich ebenfalls umgekehrt, also in Hinblick auf eine ungesündere Auswahl.

Wie wurde der Zusammenhang entdeckt?

Über einen Zeitraum von zwei Jahren wurden die Verzehrsgewohnheiten von 6.665 Mitarbeiter*innen in sieben verschiedenen Kantinen des Massachusetts General Hospital in Bosten beobachtet und ausgewertet. Die Gerichte wurden nach dem Ampelprinzip in grüne, gelbe und rote Speisen eingeteilt. Dabei steht grün für ein gesundes und rot für ein ungesundes Gericht. Gelb gekennzeichnete Speisen bilden die Mittelkategorie. Über den Mitarbeiterausweis der Studienteilnehmer*innen konnte so beim Kauf ausgewertet werden, was zu welchem Zeitpunkt und an welchem Ort über den Zeitraum von zwei Jahren verzehrt wurde.

Essgewohnheiten sind für das betriebliche Gesundheitsmanagement nicht der entscheidende Faktor 

Die Kultur untereinander bzw. das Miteinander im Unternehmen prägt demnach die Esskultur. Einfach gesagt heißt das: Essen alle meine Kollegen Pommes mit Schnitzel, so fällt es mir schwer aus dieser Norm herauszubrechen und einen Salat zu wählen. Dieser Effekt gilt natürlich auch umgekehrt und kann somit zur betrieblichen Gesundheitsförderung genutzt werden. 

Aufgabe fürs das Betriebliche Gesundheitsmanagement: Anreize, Contract Management, Online-Marketing 

BGF bzw. Nudging-Maßnahmen und gutes Online-Marketing der Betriebsrestaurants können diesen Effekt verstärken und gezielt die Auswahl gesunder Mahlzeiten fördern. Es müssen dafür zunächst immer Verhältnisse geschaffen werden, die eine gesunde Auswahl in Kantinen ermöglichen und zudem maximal attraktiv machen. Dazu gehört auch, die richtigen Rahmenbedingungen für die Gastronomen zu schaffen: Anreize und gutes Contract Management führen zu positiven Effekten wenn gesundheitsorientiert gearbeitet wird. Z.B. durch variable Leistungsanteile, die seine Vergütung erhöhen, wenn er erfolgreich die gesundheitsorientierten Essen vermarktet. 

Wie Verhältnisprävention den Gästen nützlich sein kann und zudem Arbeitgeber*innen im Sinne des Employer Branding hilft, kann Ihnen Christian Feist und sein Team von GESOCA praxisnah aufzeigen.  

Lesen Sie mehr über das Gastronomische Ampelsystem GAS, das bereits in über 60 deutschen Kantinen erfolgreich eingesetzt wird.  

 

Swen Giebel, GESOCA

Quelle: https://www.food-service.de/management/news/studie-konsumverhalten-warum-man-isst-was-man-isst-48208?utm_source=rss&utm_medium=referral&utm_campaign=news&utm_term=&crefresh=1

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