Auszeichnungssysteme für Kantinen

Überblick für gesunde und nachhaltige Gemeinschaftsgastronomie

Immer mehr Unternehmen, Kliniken, Universitäten und öffentliche Einrichtungen möchten ihre Verpflegung gesünder, hochwertiger und nachhaltiger gestalten. Gleichzeitig erwarten Gäste Transparenz: Wie gesund ist ein Gericht? Wie ausgewogen ist das Angebot insgesamt? Und welche Rolle spielen Frische, Verarbeitung und Nachhaltigkeit?

Für Betreiber von Kantinen, Betriebsrestaurants oder Catering-Unternehmen stellt sich daher eine zentrale Frage:  Wie kann man die Qualität von Speisen sichtbar machen – einfach, verständlich und praktikabel im Küchenalltag?

Genau hier setzen verschiedene Auszeichnungs‑ und Bewertungssysteme an. Sie sollen dabei helfen, Ernährungsgesundheit, Qualität oder Nachhaltigkeit sichtbar zu machen und gleichzeitig Küchen bei der Optimierung ihres Angebots zu unterstützen.

In diesem Artikel geben wir einen Überblick über die wichtigsten Systeme zur Bewertung von Speisen in der Gemeinschaftsgastronomie und deren Auszeichnung.

Übersicht Auszeichnungssysteme

Wir betrachten insbesondere:

  • Nutri‑Score
  • Gesundheits-Scores, z.B Vita Score und odacova
  • Den DGE‑Verpflegungs-Check
  • Nachhaltigkeits‑ und Klimascores (z. B. Green Canteen, eatearnity, Greenguides)
  • Das Gastronomische Ampelsystem (GAS)
  • Das GESOCA‑System als integrierten Ansatz für gesunde Kantinen

Der Fokus liegt auf der Frage: Welches System eignet sich wirklich für die Praxis in Küchen – und welches unterstützt langfristig eine bessere Verpflegung?
Zudem finden Sie am Ende des Artikels einen Link zum Download einer praktikablen Entscheidungshilfe mit relevanten Checklisten und Tipps für Quick-Wins, die Sie sofort umsetzen können.


Warum Auszeichnungssysteme in der Gemeinschaftsgastronomie immer wichtiger werden

In der Gemeinschaftsgastronomie verändern sich die Anforderungen schnell. Gäste legen Wert auf Gesundheit, Longevity, Fitness und Wellbeing. Arbeitgeber wollen Mitarbeiter binden, Nachhaltigkeit ist und bleibt ein relevantes Thema, Prävention ist “die Sparbüchse der Krankheitskosten”. Die Ernährung steht hier mitten drin.

Gleichzeitig steigt der Druck auf Küchen:

  • steigende Anforderungen an Qualität und Transparenz
  • begrenzte Budgets und Personalkapazitäten
  • komplexe Ernährungsanforderungen
  • Erwartungen von Gästen und Auftraggebern

Auszeichnungssysteme können hier helfen, indem sie drei zentrale Funktionen erfüllen:

  1. Orientierung für Gäste:
    Ein gut verständliches Label kann Gästen helfen, bessere / gesündere Entscheidungen zu treffen.
  2. Qualitätsmanagement für Küchen
    Viele Systeme ermöglichen eine strukturierte Bewertung und Optimierung von Rezepturen
  3. Kommunikation und Positionierung
    Kantinen können zeigen, dass sie aktiv an Gesundheit und Nachhaltigkeit arbeiten – und so das Unternehmen aktiv von innen heraus stärken.

Doch nicht jedes System ist für jede Anwendung geeignet. Besonders in der Gemeinschaftsgastronomie unterscheiden sich die Anforderungen deutlich vom Lebensmitteleinzelhandel.

Der Nutri‑Score – Orientierung für verpackte Lebensmittel

Der Nutri‑Score ist das bekannteste Kennzeichnungssystem für Lebensmittel in Europa. Er wurde entwickelt, um Verbraucherinnen und Verbrauchern eine einfache Orientierung beim Einkauf zu geben.

Die Bewertung erfolgt über eine Skala von A bis E und wird farblich dargestellt – von grün bis rot. Grundlage der Bewertung sind unter anderem:

  • Energiegehalt
  • Zucker
  • gesättigte Fettsäuren
  • Salz
  • Ballaststoffe
  • Proteine
  • Anteil von Obst und Gemüse

Das System eignet sich gut für den Vergleich von verpackten Lebensmitteln innerhalb einer Produktgruppe. Das heißt, der Score vergleicht Produkte nur innerhalb derselben Kategorie (z. B. Pizza mit Pizza, nicht Pizza mit Joghurt).

Für die Gemeinschaftsgastronomie hat der Nutri‑Score daher einige Einschränkungen:

  1. Er wurde ursprünglich für Industrieprodukte im Einzelhandel entwickelt.
  2. Zubereitung, Verarbeitung oder Frische der Zutaten werden nicht berücksichtigt.
  3. Unterschiede in der Qualität von Zutaten (z. B. frisches Gemüse vs. Konserve) bleiben unberücksichtigt.

Gerade bei frisch gekochten Gerichten stößt das System deshalb an seine Grenzen. Mehr dazu im Blogbeitrag “Nutri-Score”, sowie weitere Artikel zur Wirkungsweise des Nutri-Score in unserem Downloadbereich “wissenschaftlicher Hintergrund”: Anmeldung

Gesundheits-Scores – Bewertung von Angeboten anhand von Krankheitsrisiken

Gesundheits-Scores verfolgen das Ziel, den Einfluss von Lebensmitteln und Gerichten auf die Gesundheit sichtbar zu machen. Im Unterschied zu klassischen Nährwertkennzeichnungen geht es hier stärker um die Frage, wie sich ein Gericht langfristig auf die Gesundheit auswirkt.

Ein bekanntes Beispiel ist der Vita Score.

Der Vita Score ist ein Gesundheitsindikator für Lebensmittel und Speisen. Er bewertet, inwieweit ein Gericht dem Konzept einer sogenannten „Mindest-Risiko-Ernährung“ entspricht – also wie stark es das Risiko ernährungsbedingter Erkrankungen beeinflusst.
Er basiert auf acht Risikofaktoren aus der Global Burden of Disease Studie, darunter: Vollkorngetreide, Obst, Gemüse, Nüsse und Samen, rotes Fleisch, verarbeitetes Fleisch, Milch und Salz.

Die einzelnen Komponenten werden entsprechend ihrer gesundheitlichen Wirkung gewichtet und zu einem Gesamtwert zusammengeführt. Der große Vorteil dieses Ansatzes liegt in seiner wissenschaftlichen Grundlage und der klaren Ausrichtung auf Krankheitsprävention.

Gleichzeitig hat das System auch Grenzen:

  1. Es berücksichtigt nur eine begrenzte Anzahl von Faktoren.
  2. Die Makronährstoffverteilung wird nicht umfassend bewertet.
  3. Aspekte wie Verarbeitung, Frische oder Garverfahren bleiben unberücksichtigt. Das ist besonders in Kantinen ein Thema, wo häufig die Speisen über längere Zeiten heiß gehalten werden.
  4. Kann in seiner Komplexität für Gäste eine Herausforderung sein.

Damit liefert der Vita Score wichtige wissenschaftliche Perspektiven, bildet jedoch nicht alle praktischen Aspekte einer ausgewogenen Mahlzeit in Kantinen ab.

Personalisierte Ernährung: Der nächste Schritt (z.B. Odacova)

Während Systeme wie der Vita Score Gerichte allgemein bewerten, geht der Ansatz der individualisierten Ernährung einen Schritt weiter: Hier steht nicht mehr nur die Frage im Mittelpunkt, wie gesund ein Gericht grundsätzlich ist, sondern ob dieses Gericht für eine bestimmte Person geeignet ist.

Anbieter wie Odacova verfolgen genau diesen Ansatz. Sie kombinieren:

  • individuelle Gesundheits- und Nutzerdaten
  • persönliche Ziele (z. B. Leistungsfähigkeit, Wohlbefinden)
  • ernährungswissenschaftliche Modelle

und leiten daraus personalisierte Empfehlungen ab. Das bedeutet:

  • Zwei Personen können für dasselbe Gericht unterschiedliche Empfehlungen erhalten
  • Ernährung wird stärker auf den individuellen Bedarf zugeschnitten
  • Die Kantine wird Teil eines personalisierten Gesundheitskonzepts

In der Praxis läuft das über eine App, in der die Gäste ihre persönlichen Ernährungsdaten eintragen und sehen, welche Essen an diesem Tag in dieser Kantine für Sie am besten geeignet sind. Mit der Zeit reagiert die Küche und richtet ihr Angebot auf die individuellen Bedürfnisse der Gäste aus.

Damit verschiebt sich der Fokus von der reinen Bewertung hin zur individuellen Steuerung von Ernährung. Mehr zum Thema individualisierte Ernährung finden Sie in diesem Blog-Beitrag: “Individualisierte Ernährung”

Herausforderung für die Praxis:
Es muss genügend Gäste geben, die diese App aktiv nutzen. Die Küchenprozesse und das Angebot bleiben unverändert, solange es keine ausreichende Veränderung der Nachfrage gibt. Wir bleiben hier also im Bereich der sog. Verhaltensprävention. Siehe auch Beitrag “Gesundheitsmanagement”.

DGE‑Verpflegungs-Check – Qualitätsstandard für Gemeinschaftsverpflegung

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) bietet mit dem DGE‑VerpflegungsCheck ein Instrument zur Bewertung von Verpflegungsangeboten in Einrichtungen. Der Fokus liegt hier weniger auf einzelnen Gerichten, sondern stärker auf dem gesamten Speisenangebot einer Einrichtung.

Bewertet werden zum Beispiel:

  • Angebotsstruktur
  • Häufigkeit bestimmter Lebensmittelgruppen
  • Einhaltung ernährungsphysiologischer Empfehlungen
  • Menüplanung über längere Zeiträume

Das System eignet sich besonders für Einrichtungen, die ihre Verpflegung strategisch weiterentwickeln möchten und bietet die Möglichkeit, ein entsprechendes Zertifikat zu erwerben und die Kantine insgesamt auszuzeichnen.

Für die tägliche Kennzeichnung einzelner Gerichte ist es jedoch weniger gedacht. Zudem ist zu berücksichtigen, dass die DGE ihre Standards in den letzten Jahren überarbeitet hat und die Bewertung einer Kombination aus Gesundheits- und Nachhaltigkeitsaspekten unterliegt.

Nachhaltigkeits‑Scores und Klimabilanzen

Neben Genuss und Qualität ist und bleibt die ökologische Nachhaltigkeit von Speisen wichtig. Verschiedene Systeme bieten daher Lösungen, um die Umweltwirkung von Gerichten messbar und für Gäste sichtbar. Solche Ansätze sind besonders relevant für Einrichtungen mit Nachhaltigkeitsstrategien oder ESG‑Zielen.

Ein zentraler Ansatz sind sogenannte Foodprint- oder Klimascores, wie sie beispielsweise von Eaternity oder Green Guides (Foodprint4U) entwickelt wurden. Diese Systeme berechnen die Umweltwirkung von Speisen auf Basis von Daten entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Berücksichtigt werden unter anderem:

  • CO₂‑Emissionen
  • Ressourcenverbrauch, z.B. Wasser, Boden
  • Herkunft und Transport
  • Verarbeitung und Food Waste

Neuere Entwicklungen kombinieren dabei zunehmend Gesundheits- und Klimadimensionen in einem Modell. Das bietet den Vorteil, dass beide Themen ausgezeichnet werden können – wobei die Auszeichnungen an sich häufig sehr komplex werden und für die Gäste im Alltag herausfordernd sind.

Ganzheitliche Nachhaltigkeitsansätze

Über die reine Klimabilanz einzelner Gerichte hinaus gehen Systeme, die Nachhaltigkeit auf Ebene der gesamten Küche betrachten:

  • Green Canteen
    Ein Zertifizierungssystem, das neben Speisen auch Einkauf, Prozesse, Abfallmanagement und Kommunikation bewertet.
  • Greenado (Greeat Score)
    Ein integrierter Ansatz, der Nachhaltigkeit und weitere Qualitätsdimensionen in einer Gesamtbewertung zusammenführt.
  • Food-Waste-orientierte Ansätze (z. B. Green Guides)
    Hier wird zusätzlich bewertet, wie effizient Lebensmittel eingesetzt und Verluste reduziert werden.

Diese Systeme erweitern den Blick von der einzelnen Speise hin zur Organisation der Verpflegung insgesamt.

Herausforderung: Die Küchenrealität

So wertvoll diese Systeme sind, haben sie eine grundlegende Gemeinsamkeit: Sie basieren ausschließlich auf Datenmodellen. Das bedeutet, dass weitgehend unberücksichtigt bleibt:

  • tatsächliche Zubereitungsprozesse
  • Qualität und Frische der eingesetzten Produkte
  • handwerkliche Umsetzung
  • Garverfahren und Standzeiten
  • reale Bedingungen in der Küche

Damit bleibt offen, was in der Küche tatsächlich realisiert wird. Dieser Gap kann nur durch ein ergänzendes Qualitätsmanagement geschlossen werden.

Das Gastronomische Ampelsystem – Bewertung für die Küchenpraxis

Das Gastronomische Ampelsystem (GAS) wurde speziell für die Gemeinschaftsgastronomie entwickelt. Es bewertet Speisen anhand ihrer ernährungsphysiologischen Qualität und stellt das Ergebnis als leicht verständliche Ampel dar. Die Bewertung erfolgt in mehreren Schritten:

  1. Zutaten erhalten zunächst Qualitätswerte.
  2. Abzüge erfolgen unter anderem durch Fett‑ oder Zuckergehalte.
  3. Auch Garverfahren oder Standzeiten können die Bewertung beeinflussen.

Das Ergebnis ist ein Wert – der sog. GAS-Wert – der in drei Kategorien eingeteilt wird, die als Ampelfarbe von Grün über Gelb bis Rot ausgegeben werden kann.

  • Grün: Besonders ausgewogen, reich an Nährstoffen – jeden Tag zu empfehlen!
  • Gelb: Mittlere Ausgewogenheit, guter Nährstoffgehalt – nicht zu häufig wählen.
  • Rot: Weniger ausgewogen, tendenziell zu viel Fett und Zucker – bewusst genießen, am besten mit Grün kombinieren.

Der Vorteil dieses Systems liegt in seiner Praxisnähe:

  • Die Bewertung basiert auf tatsächlichen Rezepturen.
  • Verarbeitung und Zubereitung werden berücksichtigt.
  • Küchen können Rezepte gezielt optimieren.

Damit eignet sich das Ampelsystem besonders gut als Instrument zur kontinuierlichen Qualitätsverbesserung, insbesondere wenn es mit einer aktiven Qualitätsentwicklung kombiniert wird. Hier finden Sie weitere detaillierte Informationen zum Gastronomischen Ampelsystem.

Herausforderung: Informationsvielfalt und Entscheidungsdruck im Kantinenalltag

In der Gemeinschaftsgastronomie treffen Gäste ihre Auswahl häufig unter Zeitdruck und mit begrenzter Aufmerksamkeit. Gleichzeitig hat die Menge an Informationen auf Speiseplänen in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Typischerweise finden sich heute parallel:

  • Allergene und Zusatzstoffe (gesetzlich vorgeschrieben)
  • Angaben zu vegetarischen oder veganen Optionen
  • Hinweise zu Regionalität oder Saisonalität
  • teilweise Nährwertinformationen
  • sowie zunehmend zusätzliche Kennzeichnungen zu Gesundheit oder Nachhaltigkeit

Diese Entwicklung ist grundsätzlich positiv, da sie Transparenz schafft. In der Praxis zeigt sich jedoch eine zentrale Herausforderung: Die Vielzahl an Informationen führt nicht automatisch zu besseren Entscheidungen – sondern häufig zu einer Überforderung der Gäste.

Insbesondere komplexere Bewertungssysteme, etwa Gesundheits- oder Nachhaltigkeitsscores, sind für viele Gäste nicht unmittelbar verständlich. Zahlenwerte, abstrakte Skalen oder mehrere parallele Kennzeichnungen erschweren die schnelle Einordnung.

Gerade in der Kantinensituation gilt jedoch: Entscheidungen müssen schnell, intuitiv und ohne vertiefte Auseinandersetzung möglich sein. Systeme, die diese Anforderung nicht erfüllen, werden im Alltag häufig nicht aktiv genutzt – unabhängig davon, wie fundiert sie fachlich sind.

FAZIT: Neben der inhaltlichen Qualität eines Bewertungssystems ist auch seine Verständlichkeit und Alltagstauglichkeit ein entscheidender Erfolgsfaktor.

GESOCA – Qualitätssicherung und Auszeichnung in einem System

Während viele Systeme einzelne Aspekte der Ernährung bewerten, verfolgt das GESOCA‑System einen umfassenderen Ansatz. Das GESOCA-System kommt aus der Praxis der Gemeinschaftsgastronomie und integriert das Gastronomische Ampelsystem. Mehrere Ziele werden dabei abgedeckt:

  • Verbesserung der Ernährungsgesundheit über ein verbessertes Angebot
  • Förderung von Frische und Handwerklichkeit
  • Qualitätsmanagement und Prozesseffizienz in Küchen
  • transparente Kommunikation gegenüber Auftraggebern und Gästen

Der zentrale Gedanke dahinter ist einfach: Wer ausgewogen kocht, kocht in der Regel auch hochwertiger.

Daher geht es bei GESOCA nicht nur um die ernährungsphysiologische Bewertung von Gerichten, sondern um einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess. Typische Aspekte, die berücksichtigt werden, sind zum Beispiel:

  • Anteil frischer Zutaten
  • Einsatz vorverarbeiteter Produkte
  • Garverfahren
  • Standzeiten
  • Ausgewogenheit der Menüstruktur

Als sichtbares Ergebnis entsteht unter anderem eine Speisenauszeichnung über ein gastronomisches Ampelsystem. Der eigentliche Mehrwert liegt jedoch im Hintergrund: Küchen erhalten ein strukturiertes Instrument, um ihr Angebot langfristig gesünder, ausgewogener und qualitativ hochwertiger zu gestalten. Zudem wird der sog. gastronomische Gesundheitswert erhoben – eine branchenübergreifend vergleichbare Kennziffer, die aussagt, wie ausgewogen und effektiv eine Gastronomie arbeitet.
Darauf aufbauend lassen sich z.B. Bonussysteme und Leistungsorientierte Vergütungen entwickeln.
Mehr Infos finden Sie hier.

Welches System passt zu welcher Gemeinschaftsgastronomie?

Die verschiedenen Auszeichnungssysteme verfolgen unterschiedliche Ziele. Entscheidend ist daher nicht „das beste System“, sondern das passende für Ihre Anforderungen:

Einfache Speisenkennzeichnung
z. B. Nutri-Score

  • leicht verständlich und bekannt
  • schnelle Entscheidungshilfe

Weniger geeignet für frisch gekochte Speisen, Zubereitung und Qualität bleiben unberücksichtigt.

Gesundheitsrisiken anzeigen
z. B. Vita-Score, individualisierte Ansätze wie Odacova

  • wissenschaftlich fundierte Bewertung
  • Fokus auf Prävention und Gesundheit

Teilweise recht komplex für Gäste, gute Datenlage für z.B. Berichte, Ergebnisqualität kann von der Nutzung (z. B. App) abhängen.

Verpflegung strategisch verbessern
z. B. DGE-Verpflegungs-Check

  • ganzheitlicher Blick auf das Angebot
  • geeignet für Zertifizierung und Entwicklung

Nachteil: Keine direkte Kennzeichnung einzelner Speisen, weniger relevant für die tägliche Gästeentscheidung

Nachhaltigkeit und Klima darstellen: z. B. Eaternity, Green Guides, Green Canteen

  • macht Umweltwirkungen sichtbar
  • relevant für ESG-Strategien
  • Gesundheitsaussagen werden oft integriert

Häufig komplex in der Darstellung, basiert auf Daten, nicht auf Küchenrealität.

Qualität und Ausgewogenheit im Alltag verbessern
z. B. Gastronomisches Ampelsystem

  • praxisnah, berücksichtigt Zubereitung und Prozesse
  • unterstützt Küchen aktiv bei der Optimierung
  • fördert aktiv die Qualitätsverbesserung “auf dem Teller”

Der Fokus primär auf Ernährung, weniger auf Nachhaltigkeit, aufwändigere Implementierungsphase, da mehrere Zielgruppen eingebunden werden müssen.

Ganzheitliche Lösung für Praxis, Qualität und Kommunikation
z.B. mit dem GESOCA-System

  • verbindet Gesundheit, Qualität und Küchenpraxis
  • integriert Bewertung, Steuerung und Kommunikation
  • schafft messbare Verbesserungen im Angebot
  • Qualitätskennziffer ermöglicht Bonus-System

Erfordert Einführung eines strukturierten Systems im Sinne eines Changeprozesses.

In der Praxis zeigt sich: Systeme sind besonders dann wirksam, wenn sie nicht nur informieren, sondern auch die Qualität der Verpflegung aktiv verbessern.

Klicken Sie hier, um zu erfahren, welches System für Ihre Anforderungen am besten geeignet ist.

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